AnimagiC 2013: Erlebnisbericht

AnimagiC

Jetzt, da der fehlende Schlaf nachgeholt und der Urlaub vorbei ist, wird es Zeit den AnimagiC Erlebnisbericht anzugehen!

Insgesamt zum 15. Mal fand dieses Jahr vom 26.07.-28.07.2013 die AnimagiC in der Beethovenhalle in Bonn statt. In Bonn fand die AnimagiC nun seit 2006 bereits zum 8. Mal statt und auch 2014 wird es der Veranstaltungsort sein. 2014 findet die AnimagiC vom 01.08.-03.08.2014 in Bonn statt.

Doch nun wieder zur AnimagiC 2013. Für uns begann sie am Freitag um kurz nach unserer Ankunft um 13 Uhr. Auch dieses Jahr hatten wir Glück und direkt einen Parkplatz an der Halle gefunden. Das Problem war nur, es regnete etwas aber auch das ging vorbei.

Das Wetter war generell mit das größte Thema auf der AnimagiC. Die Vorhersagen zeigten viel Hitze die auf die Besucher warten würde. Als wir Freitag ankamen, war davon nicht viel zu spüren aber im späteren Tagesverlauf kam die Sonne und damit die hohen Temperaturen. Noch extremer war es am Samstag mit Sonne, Sonne, Sonne und noch mehr Sonne sowie Temperaturen deutlich über 30°C. Sonntag hingegen war es sehr grau und ~10°C kühler, das gewohnte typische AnimagiC Wetter. Für mich war es bisher die sonnigste und wärmste AnimagiC die ich miterlebt habe.

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 001

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 002

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 003

Die Schlange am Freitag für die Vorbesteller der Tickets die auch schon bezahlt haben, war dieses Jahr doch schon ziemlich lang und schluckte ca. 30 Minuten. Dank extra Kasse für Presse, Showgruppen, Händler usw. ging es für mich innerhalb von 2-3 Minuten zum Bändchen. Während eigentlich alle Cons die ich kenne Tickets haben, die man natürlich auch weitergeben kann, bildet die AnimagiC hier die Ausnahme und man bekommt ein Bändchen wie auf Festivals. Normalerweise sollte es so sein, dass man diese nicht abbekommt und weitergeben kann. Mit einem schlanken Händchen, ist das natürlich unter Umständen trotzdem möglich.

Nachdem die Bändchen angelegt wurden, konnte es nun ab aufs Gelände gehen. Zuerst betritt man den Außenbereich, eine weitere AnimagiC-Besonderheit, denn auch das Außengelände direkt vor der Beethovenhalle ist nur kostenpflichtig betretbar. Entweder mit einem normale Ticket, welches auch für die Halle gültig ist oder aber mit einem extra Outdoor Ticket für den Außenbereich.

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 062

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 063

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 064

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 112

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 113

Der Außenbereich hatte dieses Jahr vor allem Eines zu bieten, Kies und noch mehr Kies. Denn vom größten Teil des Grases war nichts zu sehen und an Stelle dessen nur Kies und Folie, vor allem vor der Außenbühne, lädt nicht gerade zum Verweilen ein.

Ansonsten gab es im Außenbereich die bereits erwähnte Außenbühne auf der z.B. auch ZWEI auftraten, das Dunkelsüß- und CosBase-Zelt, den Cateringbereich mit Sitzmöglichkeiten, welcher aber wieder sehr teuer war, vor allem bei den Getränkepreisen (0,5l = 3€ + 1€ Pfand) und die normalen Speisen, wo z.B. ein Stück Pizza oder Lasagne 5€ kostete. Es gab auch wieder etwas japanisches Essen, sowie Bubble Tea.

Neu war dieses Jahr aber nur das Maidcafé, ein Zug auf den die AnimagiC nun auch aufgesprungen ist. Es war auch immer was im Zelt los, selbst war ich nicht dort. Viel für Käufer des Outdoor-Tickets wurde jedoch nicht geboten und Schutz vor Regen war auch nur sehr begrenzt. Da es auch kaum Gras gab, war entsprechend außer auf den Bänken beim Catering und vor der Bühne auch nicht wirklich viel los außer Durchgangsverkehr. Jedoch standen ab und zu doch sehr viele Menschen vor der Bühne.

Wie sah es mit dem Zaun der „ZaunmagiC“ aus? Der wohl vor Allem vor 2 Jahren am kontroversesten diskutierte Gegenstand einer Con in Deutschland. War er das erste Jahr noch weiß und damit alles andere als freundlich, wurde er 2012 immerhin für Bunte Werbung genutzt und das war auch dieses Jahr so.

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 102

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 103

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 104

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 105

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 106

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 107

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 108

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 109

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 110

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 111

Das ist ein Auszug aus der vorhandenen Werbung. Ich finde den Zaun immer noch nicht gut, vor Allem da er den Weg vom Rhein zur Halle nur unnötig verlängert da es nur einen Eingang gibt und dieser der am weitesten entfernte Punkt vom Rhein ist. Jedoch ist der Zaun wesentlich erträglicher, bietet er Werbung mit Con-Bezug und gerade solche die man zum Großteil sonst nie sieht.

Doch wie sieht es in der Halle aus?

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 114

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 115

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 116

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 117

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 118

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 119

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 120

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 121

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 122

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 123

„The same procedure as every year“ beschreibt den Aufbau innerhalb der Beethovenhalle sehr gut. War man bereits einmal da, weiß man zu 95% im Schlaf wo sich was befindet. Nur ein paar einzelne Stände wechseln mal den Ort. Die größte Änderung war wohl, dass der Raum im Foyer, welcher die sehr wenigen Workshops der AnimagiC beinhaltete, dieses Jahr für Autogrammstunden und Panels genutzt wurde.

In der Beethovenhalle hat sich seit Jahren nichts geändert und genau so ist es bei dem Aufbau der AnimagiC.

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 051

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 052

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 053

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 054

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 055

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 056

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 057

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 058

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 059

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 124

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 125

Der Händlerbereich der AnimagiC ist berühmt berüchtigt für die schlechte Luft, vor Allem an den Ständen die nicht im Gang sind. Doch dieses Jahr war die Luft nicht nur schlecht, sie war teilweise nicht zum Aushalten und auch an den Ständen im Gang, wie z.B. bei Manga Box, war es nicht lange aushaltbar. Trotzdem war im Händlerbereich immer viel los, erstaunlich in Anbetracht der vorherrschenden Temperaturen und der Luft. Natürlich ist das für die Händler gut und da die AnimagiC schon sehr gut aussortiert bei den Händlern, kaufen die Leute fast nichts Falsches. Doch auch ein unerwünschter alter bekannter Händler der für Alles, nur nicht für seine originalen Figuren bekannt ist, war wieder anzutreffen. Wie immer Richtung Mc Donalds und das diesmal nicht mit einem Stand auf der Straße, sondern in einem kleinen Laden.

Ich selbst bin nur einmal kurz durch den Händlerbereich geschlendert und habe ansonsten nur Scoreville am Manga Box Stand einen Besuch abgestattet und mir am Samstag einen Fächer geleistet für etwas pseudo-kühle

Wie bereits gesagt, gibt es über den Innenbereich nicht viel Neues zu berichten, fast Alles ist beim Alten. Festsaal, Studio, Anime-Kinos, die verschiedenen Foyers und der Händlerbereich. Vieles findet man an der selben oder fast selben Stelle, wie auch in den vorherigen Jahren. Auch wenn frischer Wind fehlt und es fast nicht möglich ist durch den Ist-Zustand der Location, ist das nicht grundsätzlich was Schlechtes. Denn die AnimagiC hat den Vorteil, dass sie die meisten Publisher bietet, der Vorteil der einzigen deutschen Anime-Industrie-Con. So gibt es Animaze, Peppermint Anime, Universum Anime, Anime House und Kazé auf der Anime-Seite, Tokyopop, EMA und Carlsen auf der Manga-Seite und vor allem Square Enix auf der Games-Seite. Der Vorteil daran ist, man kann mit seinen Fragen persönlich auf den entsprechenden Publisher zugehen und wenn die Frage Sinn macht und man einen guten Eindruck macht, bekommt man vllt. sogar mehr als eine einfache Antwort.

Wer Abschalten wollte, konnte den Games-Room oder einen der vielen Games-Displays aufsuchen und eine Runde zocken oder vor allem das Anime Kino 1 oder 2 aufsuchen und beim schauen eines Anime etwas entspannen. Ansonsten gab es natürlich auch den Festsaal, Panels und Autogrammstunden aber dazu komme ich noch.

Wobei man schon sagen kann, am Samstag war zumindestens ich froh wenn man für Programm, Festsaal, Studio oder das große Anime Kino aufsuchen konnte. Warum? Die Räume waren klimatisiert! Und kühle, trockene Klima-Luft war einfach das Beste was man am Samstag haben konnte.

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 004

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 005

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 006

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 007

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 008

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 009

Nun wird es Zeit für das Programm. Dieses Jahr begann es für mich weder mit der Eröffnungsveranstaltung, noch mit der Eröffnungssignierstunde der japanischen Ehrengäste, sondern mit der Charity Auktion. Ich wollte mal schauen was so versteigert wird und wie viel geboten wird. Während z.B. ein von Shirow Masamune signiertes Poster ziemlich unter wert für 70€ wegging, haben manche Gegenstände Preise erreicht, bei denen man echt schlucken musste. Der oben genannte HotD-Banner ging für 400€ weg, die zwei linken der vier HotD-Shikishis für 410, die beiden rechten für 510€ und der Kalafina-Banner für 325€.

Beim Kalafina-Banner hatte ich auch mitgeboten bis 200€, das Problem war nur, wenn eine der Person mit der man unterwegs ist auch mitbietet… Naja, der Platz hätte sowieso gefehlt um es aufzuhängen. Abgesehen von den teils sehr hohen Preisen fand ich faszinierend, dass es 2-3 Personen gab, die bei der Charity Auktion je über 1000€ ließen. Hier merkt man wieder das, was man immer mal wieder gut auf der AnimagiC beobachten kann. Manche Leute kaufen extrem viel auf der AnimagiC, als wären sie entweder sehr vermögend oder sparen das ganze Jahr dafür. Vor allem bei den männlichen Besuchern fällt das auf, so waren auch die genannten Personen männlichen. Etwas zweifelhaft fand ich, dass eine Mutter ihrer doch noch ziemlich jungen Tochter zwei HotD-Shikishis ersteigert hat.

Mit dem Wissen, dass man anscheinend nie am meisten Bargeld im Portemonnaie haben kann wenn Freitags die AnimagiC startet, ging es weiter zum nächsten Programmpunkt, der Eröffnung.

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 021

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 022

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 023

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 024

Dieses Jahr musste AnimaniA-Chefredakteur Thomas Webler alleine moderieren, da sein Morderationspartner zur Zeit in Australien ist. Als kleine Entschädigung gab es dann eine aufgezeichnete Schalte nach Australien mit dem Versprechen, dass er nächstes Jahr wieder mit von der Partie sein wird.

Natürlich wurde etwas auf das 15-jährige Jubiläum der AnimagiC eingegangen und auf die letzten 14 Jahre zurückgeschaut. Dabei half dann auch die Showgruppe Ongako no Kara mit einem Lied für das Jubiläum:

Die kleine Anspielung auf die zweite große Con Deutschlands, darf natürlich nicht fehlen. Schlussendlich wurde neben dem AnimaniA-Kugelschreiber nun auch noch die Animania-Trillerpfeife als running gag eingeführt. Nach etwas Nostalgie und feiern des Jubiläums war es dann aber Zeit für die Gewinner des pimp-my-character-Wettbewerbes.

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 025

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 026

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 027

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 028

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 029

Da mich dieser Bereich nicht sonderlich interessiert kann ich hierzu auch gar nicht viel sagen, außer dass der Gewinner bereits vor ein paar Jahren schon mal unter den Top 3 war, wie auch sein Bruder und sich die Grafiktablets nun langsam zu hause stapeln. Ich denke aber, dass der Wettbewerb viel Sinn macht, denn so können z.B. auch die Manga-Publisher sehen welches Potential in den Personen steckt. Doch weiter zum viel interessanteren Wettbewerb!

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 030

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 031

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 032

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 033

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 034

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 035

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 036

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 037

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 038

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 039

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 040

Die AnimaniA-Awards: Sie sind vor Allem für Eines berühmt berüchtigt und zwar dafür, dass die vielen weiblichen Fans in Deutschland entscheiden welcher Anime die meisten Awards abstaubt und das war auch dieses Jahr kein Stück anders. Wer mir auf Twitter folgt, konnte ja bereits die Gewinner live mitlesen.

Blue Exorcist war der Abräumer des diesjährigen AnimaniA-Awards. Als beste TV-Serie, beste Regie, bestes Studio und bester Manga International. Auf Platz zwei und drei bei den Anime Kategorien immer Madoka und Pandora Hearts. Lustigerweise beim Charakterdesign ist dann aber Madoka auf Platz 1, dabei kann z.b. außer mir niemand den ich kenne wirklich was mit dem Design von Ume Aoki anfangen. Ich denke mal, hier entschieden alleine die Mahou Shoujo Outfits und das Design der Witches. Doch außer diesem Ausreißer fällt beim AnimaniA-Awards immer auf, dass der Gewinner in der TV-Serien-Kategorie auch fast immer die Kategorien bestes Studio, beste Regie und bestes Charakterdesign abstaubt. Hier merkt man ganz klar, bei diesen Kategorien macht sich kaum einer der abstimmenden Fans wirklich Gedanken um den eigentlich Sinn der Kategorien sondern klickt einfach das an, wo als Beispiel die persönliche Lieblingsserie mit dabei steht. Das sorgt dann immer für das lachende und weinende Auge, geht es um die Preisverleihung.

Doch auch über die beste OVA lässt sich gut streiten wie ich finde, wie auch für viele wohl über das beste J-Game. Jedenfalls war Kazé der Abräumer des Abends, denn die Publisher nehmen die Preise entgegen.

Ich muss aber auch sagen, dass der AnimaniA-Award für mich noch wesentlich besser ist als der Pochi Award der Connichi, doch dazu komme ich dann im Connichi Erlebnisbericht.

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 041

Nun war es Zeit für die Ehrengäste, doch zuvor durfte eine davon, der Music-Act Eir Aoi noch ein Lied singen. Das Lied gefiel mir, doch was mir negativ auffiel war das extreme Übersteuern der Musik selbst. Der Gesang blieb klar aber die Musik tat leider mehr in den Ohren weh, als sie gefallen konnte. Da wir auch sowohl Horizontal als auch Vertikal ziemlich mittig saßen, hat hier das Management wohl mal wieder wesentlich mehr Lautstärke gefordert als dass die Boxen hergaben. Das sollte sich bei den anderen Konzerten auch noch beweisen. Ich fand es schlimmer als letztes Jahr bei Kalafina wo wir seitlich saßen also wesentlich weniger Ideal. Schade!

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 042

Anschließend folgten die deutschen Manga-ka, für mich eher uninteressant, möchte ich sie trotzdem nicht unerwähnt lassen. Auf der AnimagiC anwesend waren: Melanie Schober, Christina Plaka, Martina Peters, Mikiko Ponczeck, Anna Hollmann, Alexandra Völker, Marika Herzog & Michel Decomain sowie de.zibel. Die Manga-Publisher haben also nicht gespart und es wurde auch gut angenommen wenn ich so gesehen habe wie viele bei Signierstunden doch immer Schlange standen. Doch nun zu den japanischen Ehrengästen:

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 043

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 044

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 045

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 046

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 047

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 048

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 049

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 050

Anschließend ging es um die japanischen Ehrengäste und die Musik-Acts. Wer dabei war, darauf bin ich bereits hier eingegangen. Um diesen ewig langen Eintrag nicht noch länger zu machen, werde ich hier auch nicht nochmal Alle nennen. Was natürlich noch erwähnt werden muss, dass Tomonori Ochikoshi leider nicht kommen konnte und als Vertreter Shinichiro Kashiwada geschickt hat, welcher ebenfalls Produzent bei Sword Art Online war, so dass das Sword Art Online-Panel trotzdem stattfinden konnte. Das Blue Exorcist-Movie-Panel musste aber ausfallen.

Wie das immer so ist auf der AnimagiC und der Connichi, durften die Ehrengäste und Musik Acts auch ein paar Worte sagen und wie sollte es anders sein, waren alle bereits von Deutschland total überwältigt.

Damit ging die Eröffnungsveranstaltung dann auch zuende, schließlich wollten im Anschluss JAM Project ihr erstes Konzert das Wochenende geben. Auch wenn ich selbst nicht anwesend war, so konnte man vernehmen, dass das Konzert klasse war und das man den Mitgliedern der Band ihre nicht nur jahrelange, sondern jahrzehntelange Bühnenerfahrung anmerkte und dadurch das Konzert auch noch besser wirkte. Was man jedoch wohl auch merkte, obwohl der Jubel groß war als sie bei der Eröffnungsveranstaltung auf die Bühne kam, so war der Festsaal nicht voll beim Konzert und das sowohl Freitag als auch Samstag. Da hat man dann wohl gemerkt, JAM Project ist ein Urgestein und einige haben sich riesig gefreut aber es war dann doch kein Musik Act für die große Masse der Besucher.

Damit ging dann auch der Freitag zu Ende und nach einer kurzen Nacht startete der Samstag vom Programm für mich nicht mit dem Namco-Bandai-Panel und der Tales of Xillia-Präsentation, sondern erst später mit dem Eir Aoi Konzert im Festsaal.

Wie bereits angedeutet, war auch dieses Konzert nicht frei vom Übersteuern der Boxen. Nach dem Eir Aoi alle darum bat aufzustehen und ich mich später wieder hinsetzte, fiel mir jedoch auf, dass man das Übersteuern im Sitzen viel deutlicher wahrnehmen konnte.

Hier zwei Songs von Eir Aoi:

Eir Aoi ist noch nicht lang im Geschäft, entsprechend konnte sie in den 45 Minuten die das Konzert dauerte ihre ganze Diskographie wiedergeben. Mir gefielen die Songs und ich bin gespannt auf das OP zu Kill la Kill, welches sie singen wird. Man merkt aber auch ziemlich deutlich, dass sie der Musik Act ist, der wohl von Aniplex geschickt wurde um sie und die Anime für die die Songs sind zu pushen. Das war wohl bei Kalafina letztes Jahr nicht anders, nur dass Kalafina doch wesentlich bekannter ist.

Was ich gut finde, dass es mittlerweile auch öfters im Hintergrund Videos, meist zu den entsprechenden Anime bei den Konzerten zu sehen gibt. Bei Eir Aoi war das z.B. bei Memoria und Innocence der Fall. Die Entwicklung finde ich sehr gut.

Mir gefiel das Konzert, auch wenn das Übersteuern einen, leider bekannten, faden Beigeschmack hinterließ.

Weiter im Programm ging es einige Zeit später mit dem an das Screening des ersten Madoka-Movie anschließenden Panel mit Gen Urobuchi.

Auch hier hat vllt. schon der Ein oder Andere der mir auf Twitter folgt was mitbekommen, denn ein paar Fragen und Antworten habe ich live getwittert. Ich muss zugeben, ich gehe immer mit gemischten Gefühlen in ein Panel, denn es gibt Personen die stellen schlaue Fragen und es gibt Personen die stellen Fragen die total daneben sind oder so kompliziert gestellt sind, dass sie keiner versteht. Bei dem Panel war das jedoch so gut wie gar nicht der Fall und es wurden doch viele brauchbare Fragen gestellt. Nicht nur zu Madoka, sondern auch zur anderen Werken an den Gen Urobuchi beteiligt ist wie z.B. Fate/Zero oder Psycho Pass.

Einen kompletten Panel-Bericht mit so gut wie allen Fragen und Antworten werdet ihr demnächst auf SOS-Brigade.de finden. Ich werde nur kurz auf das eingehen was ich noch im Kopf bzw. getwittert habe.

So wurde z.B. gefragt was es mit der Katze aus dem Madoka OP auf sich habe, denn in der Serie taucht sie nicht auf. Die Antwort brachte einen zum schmunzeln, denn die Katze war nur im OP um es möglichst hell und fröhlich wirken zu lassen. Eine weitere Frage war, wie man auf die Idee des düsteren Mahou Shoujo bei Madoka kam und hier sagte Gen Urobuchi, dass der Produzent die Grundidee hatte und Gen Urobuchi diese dann ausgearbeitet habe. Wie sollte es anders sein, kam natürlich auch eine Frage zu Kyuubey und auch wenn Gen Urobuchi Kyuubey sehr mag, kann er durchaus verstehen dass man Kyuubey hasst. Etwas suboptimal gestellt und blöd nachgeharkt fand ich die Frage wie man die Beziehung zwischen Madoka und Homura verstehen soll, also als Freundschaft oder Liebe. Für Gen Urobuchi geht es in der Beziehung um tiefe Freundschafft, nicht um Liebe jedoch ist es durchaus möglich, dass später aus der Freundschaft Liebe wurde. Interessant fand ich die Frage, welche Puella Magi er am liebsten mag, genau beantwortet hat er das nicht aber gesagt, dass es ihm an meisten Spaß machte, Sayaka zu schreiben. Anschließend kam die Frage welche Puella Magi die stärkste sei, abgesehen von Godess Madoka. Gen Urobuchi meint, es wären wohl Mami und Kyouko, je nach Situation. Anschließend ging es um das Design der Hexen in Madoka, hier hat Gen Urobuchi gesagt, dass er mit dem Design nicht zu tun hatte aber überwältigt war, als er die Designs zu Gesicht bekam, den mit Begriffen wie Walpurgis konnte er gar nichts anfangen und dachte eher an sowas wie Godzilla. Auch eine sehr interessante Frage war, wie oft Homura die Zeitschleife mitmachen musste bis Madoka genug Kraft hatte um den Teufelskreislauf zu durchbrechen. Die Antwort war, knapp 100x musste Homura das durch machen.

Teilweise etwas sinnlos waren die Fragen was sich Person XYZ wohl von Kyuubey gewünscht hätte.

Anschließend gab es eine Signierstunde und mir fiel Eines auf, anscheinend waren alle die vor Ort die die japanische LE der ersten zwei Madoka Movies am Universum Anime Stand gekauft haben, zum signieren lassen im großen Anime-Kino. Ich hatte den Film auch gekauft, hatte aber auch das erste japanische Vol. der Serie dabei, welches bereits vom Produzenten signiert war, weswegen ich dies von Gen Urobuchi signieren ließ.

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 099

Um kurz auf Universum Anime zu sprechen zu kommen, ich fand die Idee klasse die Filme vor Ort zu verkaufen und das zu einen günstigeren Preis als würde man sie sich aus Japan bestellen (es sei denn, man bestellt sowieso gerade mehrere Sachen bei Amazon.co.jp und hat dort noch einen Gutschein den man einlösen kann ;) ). Unverständlicherweise regten sich einige bei Facebook darüber auf, als es bekannt wurde. Warum man die japanische Version verkaufe, die ist doch viel zu teuer und hat nur englische Subs, wenn soll man dann die günstige brittische Version verkaufen, welche noch nicht mal angekündigt ist… oder eine deutsche, von Filmen die ein paar Tage zuvor in Japan erschienen auf DVD und BD. Da konnte man echt nur mit dem Kopf schütteln vor diesen ganzen idiotischen Aussagen. Es wurde aber auch von Universum Anime gesagt, dass die Chancen für zumindestens die ersten zwei Filme in Deutschland nicht sonderlich gut stünden.

Um nun wieder zum Panel zurückzukommen. Ich fand es sehr gut, die Fragen waren zum großen Teil nicht zum Fremdschämen und mit einer kreativen Person wie Gen Urobuchi als Ehrengast, macht es doch immer etwas mehr Spaß als mit einem Produzenten.

Damit geht dann auch der Samstag schon zuende. Zu viel Energie verbraucht bei der Cosplay-Suche und generell viel zu warm. Somit war er dann auch schon da, der letzte Tag der diesjährigen AnimagiC, der Sonntag.

Und auch der Sonntag begann nicht wie vllt. gedacht mit dem SAO Panel, denn erstens interessiert mich SAO so gar nicht und zweitens war der Ersatz Präsident auch für das Fragen über andere Werke nicht sooo gut geeignet. Was man aber hörte, waren vor Allem die Antworten der deutschen Sprecher wohl überraschend im positiven Sinne, das ist natürlich schon mal gut.

So begann der Sonntag was das Programm anbetrifft mit dem ZWEI-Konzert im Festsaal:

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 137

Sind JAM Project die alten Hasen im Geschäfft und Eir Aoi die Newcomerin, dann sind ZWEI die Rockgören was die Musik Acts auf der diesjährigen AnimagiC betrifft. Fast 10 Jahre im Geschäfft, sind ihre Songs doch etwas rockiger als die Songs von Eir Aoi und sowohl die Sängerin Ayumu als auch die Bassistin Megumi Ueno sind vom Verhalten her beim Konzert auch nicht zurückhaltend gewesen, doch das schaffte Stimmung, es war also genau richtig. Hier zwei Songs des Duo:

Auch in diesem Konzert gab es leider Übersteuern durch zu hohe Lautstärke, nichts desto trotz war die Stimmung im Saal sehr gut und anhand der Aussagen zum Füllstand des Saals bei den JAM Project Konzerten, würde ich sagen, dass ZWEI Konzert war besser besucht, dabei können die beiden nicht mit z.B. viel OPs und EDs zu Anime/Games aufwarten, eigentlich nur zu Robotic;Notes und ich glaube nicht das Spiel und Anime so bekannt in Deutschland sind. Schön war auch hier, dass teilweise im Hintergrund, wie z.B. bei Junjou Spectra, dem OP zu Robotic;Notes, wieder die passenden Videos zu sehen waren. Zudem scheuten die beiden auch den Kontakt zu den Besuchern nicht, was sympathisch wirkt wie ich finde.

Sollte ich sagen warum ZWEI als Musik Act auf der AnimagiC ist, ich würde sagen es ist Takaki Kosaka, dem Studio Chef von Nitro+ zu verdanken. Die Beiden sind bei 5pb. unter Vertrag, die Firma die zusammen mit Nitro+ Chaos;Head, Steins;Gate und Robotic;Notes entwickelt haben und vor allem beim letzten genannten Spiel schließt sich dann der Kreis.

Auch dieses Konzert hat mir gefallen, es ist zwar wie auch das Eir Aoi nicht das Lieblingskonzert was ich bisher bei einer Con besucht habe aber trotzdem gefiel es mir und man konnte es sich gut anschauen und eigentlich auch anhören, wäre da das Übersteuern und die hohe Lautstärke nicht gewesen. Nach dem Konzert waren die Ohren dann doch schon froh, dass es etwas ruhiger wurde. Übrigens gab es weder bei Eir Aoi, noch bei ZWEI eine Zugabe, was einerseits schade ist, andererseits löblich, denn die AnimagiC ist immer sehr bedacht den Zeitplan einzuhalten.

Nach dem Konzert ging es weiter mit dem JAM Project-Panel, welches eigentlich bei mir nicht auf dem Plan war aber da das Wetter draußen nicht das schönste war und im Anschluss das Gargantia-Panel anstand, nahm ich auch das JAM Project-Panel mit. Leider habe ich fast gar keine Erinnerung mehr an die gestellten Fragen. Ich weiß noch, dass auch eine typische Frage dazugehörte wie „Was war das komischste Erlebnis auf einem Konzert im Ausland bisher?“ oder welche Bento Zutat sie am liebsten mögen. Es gab aber auch einige Fragen zu Super Robot Taisen. Auch hier gaben wieder ziemlich viele Fragen Sinn, nur einige hätte man sich doch sparen können. Die Jungs und Mädels waren gut drauf und beantworteten alles ausgiebig. Auch im Panel merkte man den Bandmitgliedern die lange Erfahrung durch Souveränität an, deswegen machte das Panel auch trotz nur bedingten Interesse Spaß und war definitiv keine verschwendete Zeit.

Wie bereits erwähnt, sollte im Anschluss das Gargantia-Panel stattfinden und wir freuten uns auch schon über unsere guten Sitze, als dann doch Jeder erst mal den Raum verlassen musste. Draußen erwartete uns eine lange Schlange und obwohl es löblich war, dass eine Schlange und keine Traube gebildet wurde, haben wir uns nicht hinten angestellt sondern blieben vorne stehen, schließlich waren wir ja bereits im Raum gewesen und wollten nicht freiwillig raus. Ende gut Alles gut, wir kamen schnell rein und hatten unsere vorherigen Plätze wieder. Doch vor dem Panel erwartete uns erstmal ein Screening der ersten Gargantia-Folge. Leider war die Qualität, vor allem in schnellen Szenen keiner BD würdig und die Tonkanäle wurden entweder vertauscht oder die Front Speaker standen wirklich verdammt weit hinten im Raum. Schade war auch, trotz Leerung des Raumes für Aufbau und Test, klappte das reibungslose Starten der Folge erst im dritten Anlauf. Da fragt man sich dann schon etwas, wofür der Aufwand betrieben wurde.

Nach der Folge war es dann soweit und Takaki Kosaka und Gen Urobuchi betraten den Raum für das Panel. Doch es war nicht einfach nur eine Q&A-Runde sowie eine Signierstunde, es war auch eine Präsentation, einerseits über Gargantia, andererseits über Nitro+.

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 138

Während ich vom letzten Jahr schon einen Großteil der Nitro+ Präsentationen kannte, fand ich vor Allem den Gargantia-Part sehr interessant, denn er bot viele Hintergrundinformationen zur Entstehung, begleitet von Konzeptzeichnungen, den Entwürfen der Charakteren, deren Anpassung für den Anime, der Entwicklung des Mecha Designs und die ersten veröffentlichten Illustrationen. Das ist ein Blick hinter die Kulissen wie ich ihn mag und wie ich ihn gerne öfters hätte. Alleine dafür hat sich der Besuch des Panels schon gelohnt.

Doch möchte ich den Q&A-Part nicht vergessen. Wobei ich auch hier zugeben muss, dass ich nicht mehr viel Erinnerungen an die gestellten Fragen habe, das Problem wenn man sich nicht sofort an den Erlebnisbericht setzt… Eine Frage war, ob es zu Saya no Uta einen Anime geben wird, Takaki Kosaka antwortete ehrlich und realistisch in dem er sagte, dass wohl kein Produzent bereit ist in solch ein spezielles Werk das benötigte Geld zu stecken. Natürlich gab es auch einige Gargantia-Fragen, so z.B. auf was die Fremdsprache in Gargantia basiert, das Internet geht hier wohl von Deutsch aus. Gen Urobuchi sagte, dass er das jetzt noch nicht beantworten würde, es in Zukunft aber bekannt werden würde.  Außerdem wurde gefragt wieso das Soziale System der Galactical Alliance so strikt und hart ist. Es sollte ein möglichst großer Kontrast zum Sozialen System auf der Gargantia-Flotte sein. Natürlich wurde auch nach einer zweiten Gargantia Staffel gefragt, wie es nicht anders sein sollte, wurde dazu nicht viel gesagt außer dass den DVD und BD Boxen noch OVAs beiliegen werden. Da noch keinerlei Verkaufszahlen, höchstens Pre-Order Zahlen vorliegen, war die Antwort klar. Zudem wurde in Punkto Psycho-Pass gefragt ob noch eine zweite Staffel kommen wird. Da der Studiochef von Production I.G bereits auf der Anime Expo aus Versehen gesagt hat, dass mehr zu Psycho-Pass auf dem Weg ist, konnten und haben sie den Part nicht totgeschwiegen aber auch gesagt, dass das Format, ob nun eine weitere Staffel, OVA(s) oder Film(e), noch nicht feststeht. Eine klarere Antwort war hier wohl nicht zu erwarten.

Insgesamt kann ich zu den von mir besuchten Panels sagen, dass die Zahl an dummen Fragen doch deutlich rückläufig ist, eine schöne Entwicklung, die vor allem dafür sorgt, dass die Ehrengäste einen besseren Eindruck bekommen.

Nun kommt aber auch „schon“ die Abschlussveranstaltung.

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 141

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 142

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 143

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 144

AnimagiC 2013 by JimmPantsu 146

Hat die Abschlussveranstaltung begonnen, so ist das Ende der Con sehr nahe. Wie sollte es anders sein, wird zum Abschied nochmal auf die vergangenen Tage zurückgeblickt, das nicht nur mit Worten sondern auch mit z.B. Auftritten. Bei der diesjährigen AnimagiC durften so nochmal Shiroku und Daijoubu kurz auftreten, Ongaku no Kara das Lied aus der Eröffnungsveranstaltung zum Besten geben und auch ZWEI und JAM Project auftreten. Es durften alle noch anwesenden Showgruppen und Showacts auf die Bühne kommen, es wurde den Helfern gedankt und natürlich kamen auch nochmal alle noch anwesenden japanischen Ehrengäste auf die Bühne und Jeder durfte nun, da die Con fast vorbei war, in ein paar Worten die vergangenen Tage zusammenfassen.

So langsam wird einem bewusst, dass drei Tage schon wieder vorbei sind und es nun wieder ein Jahr warten heißt bis die Con das nächste Mal stattfindet. Bei einem 15-jährigen Jubiläum darf dies natürlich auch nicht in der Abschlussveranstaltung unerwähnt bleiben. Doch dann blieb nur noch zu sagen, wann die nächste AnimagiC stattfindet und sich von Allen zu verabschieden und sich bei den Besuchern zu bedanken, denn schließlich sind es die Besucher die eine Con im Endeffekt erst möglich machen.

Das war sie also die AnimagiC 2013. Die Industrie-Con Deutschlands. Doch ist es schade, dass die Publisher, wie z.B. in den USA oder auch in UK die Con nicht für Industriepanels nutzt. Doch Moment, es gab ja ein Industriepanel, Peppermint Anime lud zum Simulcast Panel ein. Das Problem an der Sache, es fand zur gleichen Zeit wie das Gargantia-Panel und z.B. auch dem Gundam Unicorn-Special statt. Entsprechend war ich nicht anwesend und kann auch dazu Nichts sagen. Schade, dass gerade dieser Zeitslot vor Ende der AnimagiC so vollgepackt mit interessanten Programmpunkten war. Ich hoffe einfach mal, dass das Panel gut angenommen wurde und die Fragen nicht zu dumm waren, sodass man für nächstes Jahr wieder ein Industriepanel sehen wird und vllt. auch andere Publisher auf den Zug aufspringen. Ein weiterer Punkt der die AnimagiC ausmacht, ist die Partnerschaft mit Aniplex, dass sorgt nicht nur für Anime-Ehrengäste, sondern auch für Musik Acts. Ein Problem an der Sache ist nur, dass Aniplex meist „nur“ die Produzenten schickt und keine der kreativen Personen, also z.B. Regisseur, Script Writer, Charakter Designer oder Seiyuus. Die Schattenseite dieser ansonsten guten Partnerschaft. Doch anscheinend bildet sich eine zweite Partnerschaft für die AnimaniA, nämlich mit Nitro+, so scheint die AnimagiC Takaki Kosaka sehr zu gefallen. Mal schauen wie sich das entwickelt. Was zeichnet die AnimagiC sonst schon langjährig aus? Z.B. das Animotion-Filmfestival auch wenn es nach dem Wegfall des Zeigen im WOKI Filmpalast leider nicht mehr so gut ist wie früher. Immerhin hat man dieses Jahr Evangelion 3.0 im Festsaal gezeigt, so dass es bis auf zu weit entferntes sitzen kein Problem mit lesen der Subs gegeben haben sollte. Da ich nicht anwesend war, kann ich dazu leider nicht mehr sagen. Noch bekannt ist die AnimagiC für die gute Einhaltung des Zeitplans und das war auch dieses Jahr der Fall bis auf teilweise ein paar Minuten Verzögerung aber das kennt man von anderen Cons ganz anders sodass man diesen Punkt ruhig positiv hervorheben sollte. Auch die Technik funktioniert zum Großteil sehr gut, Übersteuern mal außen vor gelassen.

Die AnimagiC ist die Con, wo vor Allem hinter den Kulissen Alles sehr reibungslos funktioniert und auch durch solch kleine Sachen wie schön gemachte Präsentationen überzeugt. Doch natürlich ist es auch das angebotene Programm selbst was überzeugen muss. In Punkto Anime sowie Showgruppen und -acts  ist man immer ausreichend versorgt. Zudem werden auch Ehrengäste, sowohl deutsche als auch japanische geboten und japanische Musikacts. Dazu gehören nicht nur die Anime-Ehrengäste aus der Aniplex-Partnerschaft, sondern natürlich auch z.B. Manga-ka, welche zusammen mit den Manga-Publishern präsentiert werden. Hier brauchen sich vor allem die weiblichen Besucher eigentlich keine Sorgen machen, dass mal kein brauchbarer Manga-ka kommt. Bei den Musik-Acts bzw. Musik-Acts bleibt jedoch immer bis zur Ankündigung etwas die Unsicherheit was da kommen möge. Ziemliche Totalausfälle in vergangenen Jahren sei Dank. Jedoch ist das nicht nur bei der AnimagiC so.

Doch nicht Alles auf der Animagic ist positiv, auch dieses Jahr gibt es ein paar Punkte die angekreidet werden müssen. Fange ich mal beim Programmheft an. Folgende zwei Punkte könnten beherzigt werden, die mir schon seit einigen Jahren auffallen. Einerseits fehlt ein vernünftiger Timetable, bei dem man Alles auf einen Blick sehen kann und einen brauchbaren Übersichtsplan für den Innenbereich. Hier ist nur eine grobe Karte vorhanden, das wünscht man sich detaillierter. Mache ich weiter mit dem Außenbereich. Ich denke mal, es geht nicht nur mir so aber auch wenn man sich irgendwie dran gewöhnt hat, so gefällt mir der Zaun noch immer nicht und macht mir vor Allem auf der Suche nach dem Cosplay das Leben schwer. Ja, man hat keine komischen Gestalten, wie alte perverse Fotografen auf dem Gelände aber außer der Sicherheit, die ich hier nicht schlecht reden möchte, hat der Außenbereich zu bieten? Am nennenswertesten ist wohl die Außenbühne auf der auch die japanischen Musik-Acts zum Teil einen Auftritt haben. Wobei man sagen muss, abseits vom Sehen hört man das Programm der Außenbühne auch außerhalb des Zauns sehr gut. Bleibt noch Dunkelsüß, CosBase und Catering. Dunkelsüß und CosBase ist je nach Geschmack etwas Schönes oder egal, für mich Zweiteres. Das Catering ist dafür, dass nur Personen die Eintritt bezahlen etwas davon haben, teilweise unverschämt teuer. Doch das war es dann auch schon. Das Außengelände ist leider nicht mehr dasselbe wie vor dem Zaun und wird es wohl nie wieder werden. Zudem hat es noch immer ziemlich merklich Cosplayer verscheucht. Das freut natürlich andere Cons ist aber schade, vor Allem wenn man bedenkt dass Bonn, im Einzugsbereich von Rhein-Ruhr Gebiet liegend eigentlich potentiell viele Cosplayer locken könnte. Ok, ich habe noch einen Pluspunkt des Zauns vergessen. Der Boden im Inneren ist nicht so verdreckt wie auf anderen Cons. Auch negativ finde ich, dass Einiges des typischen Rahmenprogramm von Cons fehlt. So sind Workshops so gut wie gar nicht im Angebot und die früher stattfindende AMV-Nacht fehlt auch, dabei war auch die AnimagiC AMV-Nacht im Studio sehr gut besucht. Wenn ich beim Studio bin, ich fand es schade, dass die Panels, bis auf die Manga-ka Panels und das ausgefallene Blue Exorcist Movie Panel, nicht im Studio, sondern nur im großen Anime-Kino stattfanden, das war die letzten Jahre anders. Das Problem ist, die Beethoven Halle ist zu klein, es fehlen Räumlichkeiten. Darunter leiden auch die Händler im Händlerbereich, die bei grottenschlechter Luft das ganze Wochenende aushalten müssen. Mich hält das vom Händlerbereich fern, ich weiß nicht wie das bei den anderen Besuchern ist. Hört man die Händler, waren die aber zu mindestens teilweise zufrieden und wie es scheint, erneuert sich auch die Besucherschar, etwas das vor allem bei der AnimagiC wichtig wurde. Was man hier auch nennen muss, ist der AnimaniA Award, welcher zum Teil einfach keinen Sinn macht.

Nach einem schwachen 10. Jubiläum und einen weiteren Abstieg bis zum Tiefpunkt im Jahre 2011, das Jahr als der Zaun kam, hat die AnimagiC sich aufgerappelt und wieder kräftig nach oben gearbeitet und liefert wie auch letztes Jahr eine gute Con ab, auch wenn für mich die Musik-Acts nicht mit Kalafina letztes Jahr mithalten konnten, dafür war mit Gen Urobuchi ein wesentlich besserer Anime-Ehrengast für meinen Geschmack anwesend. Es gibt Baustellen aber ob die nächstes Jahr angegangen werden? Ich bezweifle es. Ansonsten hat die AnimagiC das Problem, dass sie stark von den Ehrengästen abhängig ist, die und die Musik-Acts entscheiden für viele darüber ob sie hingehen oder nicht. Es sei denn, man mag Showgruppen, dann ist die AnimagiC ein sicherer Hafen. Günstig ist die AnimagiC nicht und das macht ein einem zusagendes Programm umso wichtiger, deswegen ist die AnimagiC auch erst sehr spät ausverkauft was vor Allem die Tickets für den Samstag betrifft.

Doch nicht nur ist die AnimagiC die deutsche Industriecon, ist sie doch professionell organisiert im Gegensatz zu den anderen Cons. Die AnimagiC ist wohl auch die Con mit dem größten Männeranteil und mit zumindestens einem des höchsten Altersdurchschnitts. Schaut man sich die Charity-Auktion an, sind das aber auch die Besucher die Geld mitbringen und es ausgeben wollen. Klar, sie sind nicht mehr in der Schule oder studieren, sondern arbeiten und tragen keine Cosplays.

Bleiben noch meine Wünsche für die nächste AnimagiC. Einen brauchbaren Timetable, einen guten Übersichtsplan, einen extra Eingang zum Gelände, der günstiger zum Rhein liegt, AMVs und ein Quiz. Ich würde gerne in einem Quiz gegen die AnimaniA-Redakteure antreten! Das sind Wünsche die liest man jedes Jahr von mir. Eigentlich liest man auch jedes Jahr von mir, dass ich mir mehr Ehrengäste aus der kreativen Ecke wünsche, Charakterdesigner und mal Illustratoren aber auch Seiyuus. Schön wäre auch wieder ein Musik-Act-Knaller wie Kalafina letztes Jahr. Ohne Kalafina wäre ich nach der Enttäuschung 2011 letztes Jahr nicht zur AnimagiC gefahren, da komme ich dann wieder zur meiner Aussage, dass die AnimagiC für mich von ihren Ehrengästen und Musik-Acts lebt. Als Wunschdenken hätte ich dann noch einen AnimaniA Award der realistischer ist als aktuell. Die Kategorien „Bestes Chardesign“, „Bestes Studio“ und „Beste Regie“ machen so einfach keinen Sinn.

Knapp 6000 Wörter, ich denke ich habe mehr als genug geschrieben. Bleibt noch mein Loot der AnimagiC:

_DSC1690

Ein Fächer, die japanische LE der ersten beiden Madoka Movies und eine Signatur von Gen Urobuchi auf meinem ersten japanischen Vol. der Madoka Serie

So, das ist mein Erlebnisbericht zur AnimagiC 2013! Es folgt noch ein Cosplay Eintrag und für alle die sich denken „TL;DR“ ein Podcast.

Gepostet am by JimmPantsu in Erlebnisberichte, Pantsu im RL

Verfasse einen Kommentar

Bitte beantworte als Schutz gegen Spam die folgende Frage: *